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Montag, 2018-01-22

100 Jahre Segel-Club Oevelgönne

Der Segelsport war zu dieser Zeit noch verkannt als ein ganz gefährliches Unternehmen. Wer sich in ein Segelboot setzte, musste nach Ansicht der meisten Strandbesucher auch eine hohe Lebensversicherung abgeschlossen haben. Betrachtet man das damalige Bootsmaterial der Segelfreunde, so kann man solche Befürchtungen besser verstehen. Zu dieser Zeit war in einer Jolle eine Segeltour nach Cuxhaven etwas ganz Ungewöhnliches. Kamen jene Segler zurück, so wurden Sie empfangen wie heutzutage Weltumsegler.

Trotz der Aufnahmesperre konnte es nicht ausbleiben, dass sich mit den Jahren ein reger Nachwuchs in den mittlerweile angeschafften Booten "Elbe", "Kille" und "Seemöve" sportlich betätigte. In dieser Zeit -exakt 1905 - gründeten Segelbegeisterte, die im S.C.Oe. keine Aufnahme fanden, in der Nachbarschaft die Segel-Vereinigung Altona-Oevelgönne.

In der immer noch kleinen Gruppe des S.C.Oe. wurde dem Drängen der Anhängerschaft im Jahre 1912 nachgegeben und die Aufnahmesperre aufgehoben. 1913 zählte der junge Verein bereits 65 Mitglieder und 24 Boote. Jetzt begann im S.C.Oe. ein reger Betrieb. Es kam neues Leben mit der neuen Generation. Trotzdem wollte man den Verein klein halten, um das Grundprinzip der Gründer aufrecht zu erhalten. Es war allen klar, dass in einem großen Verein freundschaftliches Miteinander und Hilfsbereitschaft schwerer zu pflegen sind. Für das Jahr 1914 wurde ein volles seglerisches Programm aufgestellt mit Vereinsregatten auf der Elbe und Teilnahme an der Bundesregatta am 14. Juni 1914. Fünf S.C.Oe.-Boote gingen an den Start, alle Boote zählten zu den Preisträgern.

Zum 11jährigen Stiftungsfest hat der S.C.Oe. eine eigene Postkarte herausgebracht.